Flow & Glow
HAPPINESS

Ausmisten, ausmisten, ausmisten Und somit leichter in den Frühling starten

Den Kleiderschrank frühlingsfit machen

„Wenn du etwas loslässt, bist du etwas glücklicher. Wenn du viel loslässt, bist du viel glücklicher. Wenn du ganz loslässt, bist du frei.“ Ajahn Chah

 

Mach deinen Kleiderschrank frühlingsfit

Der Frühling naht und wie jedes Jahr sehne ich mich danach, mehr Licht und Leichtigkeit in mein Leben zu lassen. Ich bin immer wieder überrascht, was sich im Laufe der Zeit alles im Haus ansammelt. Und das nicht nur bei den Kindern… Vor allem mein Kleiderschrank könnte – obwohl schon recht übersichtlich – noch deutlich leaner werden. Also heißt es wieder ausmisten, ausmisten, ausmisten.

Als ich das erste Mal nach der Konmarie-Methode (beschrieben im Buch Magic Cleaning) ausgemistet hatte, war ich begeistert vom Effekt, den das Ausmisten meines Kleiderschranks auf mich hatte. Ich war unglaublich glücklich und stolz über dessen deutlich reduzierten Inhalt. Jedes Mal, wenn ich seither meinen Schrank öffne, habe ich das Gefühl, besser durchatmen zu können. Mein Schrankinhalt sieht leicht, sauber und ordentlich aus. Ich habe auf Anhieb alles im Blick und dieses lästige Gefühl der Überforderung bei der täglichen Kleiderwahl – das ja nur zu oft in einem „Ich habe ja gar nichts anzuziehen“ endete – ist passé… Diese Leichtigkeit nehme ich auch mit in den Rest meines Tages. Und ich kann bestätigen, dass ich aufgrund des Überblicks deutlich weniger Neukäufe tätige (von Yogahosen mal abgesehen…).

Ich war beim ersten Ausmisten jedoch nicht so wirklich durchgreifend und habe doch einiges behalten von dem ich meinte, dass ich es vielleicht doch zu der ein oder anderen Gelegenheit noch einmal anziehen könnte. Ja, sogerne ich auch lean wäre, ich bin dann doch leider ein Hamster… Das war ich schon immer. Was aber nicht heißt, dass sich das nicht auch einmal ändern kann… Und deshalb wird nun wieder Raum geschaffen und Ballast abgeworfen. Ballast in Form von Kleidung.

 

5 Schritte zur leanen Garderobe

In Anlehnung an Magic Cleaning möchte ich so vorgehen:

  1. Was ist mein Stil und was ist mir wichtig? Meinen Stil kenne ich und ich weiß auch was mir steht. Wichtig ist mir dabei, dass meine Kleidung auch gut sitzt, sie sollte mir überhaupt noch passen und sie sollte individuell und überwiegend nachhaltig sein.
  2. Was mache ich mit den ausgemisteten Klamotten? Es bringt mir nicht so wahnsinnig viel, wenn ich zwar Kleidung ausmiste, sie dann aber im Keller oder in der Waschküche, sozusagen im Zwischenlager, landet. Dann ist sie zwar raus aus meinem Kleiderschrank aber nicht so wirklich aus meinem Kopf, denn die Sachen sind ja immer noch da… So ist es mir nämlich beim letzten Ausmisten ergangen. Ein Teil der Sachen existiert immer noch in einer Art „Zwischenlager“ bei uns in der Waschküche. Nicht so gut… Dieses Mal werde ich drei Stapel erstellen. Die Sachen werde ich a) verschenken oder b) bei Ebay/Kleiderkreisel/Mädchenflohmarkt/Momox Kleidung einstellen. Und ich werde c) einen Teil der Tafel/Frauenkaufhaus spenden. Und zwar direkt nach dem Ausmisten!
  3. Wirklich alles aus den Schränken holen. Das fand ich bei der letzten Ausmistaktion sehr eindrucksvoll. Ich habe – wie im Buch Magic Cleaning beschrieben – wirklich alles aus den Schränken geholt und auf dem Bett zum Ausmisten aufgestapelt. Und zwar nicht nur aus meinem Kleiderschrank sondern auch aus Garderobe, Keller… überall wo Kleidung von mir geparkt war. Der Stapel war riesig und total unübersichtlich. Allein der Anblick dieser Menge hat das Ausmisten schnell in Gang gebracht.
  4. Nun wird alles sortiert. Und zwar gleich in der Reihenfolge, in der dann ausgemistet wird. Bei Magic Cleaning sieht die Reihenfolge wie folgt aus: Oberteile, Unterteile, Sachen auf Kleiderbügeln, Strümpfe, Unterwäsche, Taschen, Kleinteile (Schals, Mützen, Gürtel…), Sport- und Arbeitsklamotten, Schuhe.
  5. Alles einzeln in die Hand nehmen und auf das Bauchgefühl hören. Bei jedem einzelnen Teil geht es um die Frage, ob es glücklich macht. Behalten werden nur die Sachen, die wirklich glücklich machen. Nichts, was zwar schön ist aber nicht angezogen wird, weil es nicht passt oder dem eigenen Stil nicht entspricht. Keine Geschenke von lieben Menschen, die man noch nie angezogen hat. Nicht was zu teuer war, um es wegzugeben und auch nichts was seit Jahren auf einen passenden Einsatz wartet. Und schon gar nichts was Mottenlöcher oder ähnliches hat.

 

Nebenwirkungen des Ausmistens

Wenn du mit einer klaren Vorstellung, welche Kleidung du überhaupt besitzen möchtest, der Reihe nach all deine Sachen durchgehst, wirst du schnell vorankommen. Es macht dabei richtig Spass, sich all den – teilweise in den Tiefen des Schrankes vergrabenen – Sachen noch einmal zuzuwenden. Man beschäftigt sich dabei nicht nur mit seinen Klamotten sondern auch mit sich selbst und dem, was einem wichtig ist und was einen überhaupt glücklich macht. Die Menge deiner Klamotten ist es jedenfalls nicht. Prinzipiell kann man ja auf alles verzichten. Einen guten Überblick über seine Sachen zu haben und diese auch tatsächlich zu tragen und wertzuschätzen, macht schon einen großen Unterschied. Denn nur die Sachen, die man auch benutzt  und um die wir uns „kümmern“ können, geben uns ein gutes Gefühl. Somit hast du zwar weniger Klamotten im Schrank aber ein deutlich besseres Gefühl und wesentlich mehr anzuziehen.

 

Happy Ausmisting!

eure Eva

 

 

 

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