Flow & Glow
HAPPINESS

Das Geheimnis der Stille Man lernt so viel, wenn man still ist und zuhört.

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Das Geheimnis der Stille. „Man lernt so viel, wenn man still ist und zuhört.“ Das schöne Zitat – ganz im yogischen Sinne – stammt von der US-amerikanischen Schriftstellerin Sylvia Plath. Ich habe es in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Flow“ entdeckt.

In dem Artikel zum Zitat geht es darum, dass in unserem Alltag häufig die Technik bestimmt, worauf wir unsere Aufmerksamkeit lenken. Wir sind immer häufiger abgelenkt von unseren vielen technischen Geräten, allen voran den Smartphones. Beobachtet man Gruppen, etwa in einem Café, sieht man oft Szenen, wo jeder auf sein Display schaut. Die Leute sind isoliert und nehmen keinen wirklichen Kontakt mehr miteinander auf. Ein Einzeiler auf dem Smartphone, so heißt es, ist offenbar mehr wert, als ein ausführliches Gespräch.

Durch die vielen Unterbrechungen piepsender Handys und anderer technischen Gerätchen, werden wir immer wieder abgelenkt und können uns gar nicht mehr auf persönliche Kontakte, Gespräche oder auch unsere Aufgaben konzentrieren. Permanente Ablenkung bestimmt unseren Alltag, wenn wir den Impulsen der Technik immer wieder nachgeben. Denn nach jeder Unterbrechung, auch wenn sie noch so kurz ist, benötigt unser Gehirn viel Zeit, um wieder in den vorherigen Konzentrationszustand zu kommen. Im Gespräch bedeutet dies oft, dass wir gar nicht erst auf die Themen kommen, die uns wirklich beschäftigen. Es fehlt die Tiefe.

So viel zum Artikel. Kommt euch das bekannt vor? Ich denke, dass hat jeder schon einmal beobachtet, an anderen und wenn wir ganz ehrlich sind, auch an uns selbst. Doch was heißt dies aus yogischer Sicht?

Wenn wir uns permanent unterbrechen lassen, nehmen wir uns die Chance auf Konzentration. Und ohne Konzentration können wir uns nicht in unsere Gespräche, Aufgaben oder auch unsere Arbeit vertiefen. Wir können nicht völlig in unseren Tätigkeiten aufgehen. Denn auf Konzentration folgt Absobtion, dass ununterbrochene Fließen der Gedanken zu einem Objekt. Diese Absorbtion ist das völlige Aufgehen in der eigenen Tätigkeit und wird auch als Flow bezeichnet. Wenn wir diesen Flow erleben, vergessen wir alles um uns herum und sind im Glück. Unser Geist ist ganz still und unsere Tätigkeit wird nicht als Arbeit empfunden, sondern sprudelt wie von alleine aus einer inneren Kraft. Und diese innere Kraft, die Fähigkeit zu intensivem Tun, ist nicht durch Ablenkung möglich, denn sie kommt aus der Stille. In den Yogasutras von Patanjali, welche zu den vier bedeutendsten Yogaschriften zählen, heißt es „Yoga ist das Stillwerden des Geistes. Dann ruht der Sehende in seinem wahren Wesen.“ Wenn du deine Gedanken zur Stille führst und ganz bewusst bist, erfährst du deine wahre Natur. In der Ruhe liegt die Kraft. Aus der Stille kommt die Fähigkeit zu intensivem Tun. Durch zu viel Ablenkung, etwa wir hier im Beispiel durch unser Smartphone, nehmen wir uns die Chance hierzu und somit auch etwas die Chance auf Glück. Glück durch intensives Tun, Glück durch intensives Erleben.

Im Artikel der „Flow“ wird vorgeschlagen, immer mal wieder „offline“ zu gehen. Die beste Zeit dazu ist der Morgen, denn hier funktioniert unser Gehirn am besten. Also morgens Handy und ausschalten und nicht im Internet surfen oder Emails beantworten, sondern die Arbeiten erledigen, bei denen wir nachdenken müssen.

Eine ruhige Woche wünsche ich euch. Ich bin dann erst einmal „offline“, Eva xx

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3 Comments

  • Reply
    Silke
    30. Mai 2016 at 8:48

    Wie wahr! Gerade heute morgen habe ich gelesen: ‚LISTEN and SILENT are spelled with the letters‘.

    • Reply
      Silke
      30. Mai 2016 at 8:50

      upps, Korrektur: LISTEN and SILENT are spelled with the same letters‘.

      • Reply
        Eva
        30. Mai 2016 at 8:53

        Das ist mir noch nie aufgefallen, stimmt. Und ich bin ertappt, denn ich bin ja schon wieder online 😉 Bin gespannt auf deinen Urlaubsbericht, bis morgen!

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