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Die Freude am Sein

 

Die Freude am Sein

Die Freude am Sein.

„Die Freude am Sein, das einzig wahre Glück, kann nicht durch irgendeine Form zu dir kommen, weder durch Besitz noch durch Leistung, Personen oder Ereignisse. Sie kann überhaupt nicht zu dir kommen – nie und nimmer. Sie entspringt der formlosen Dimension in deinem Innern, dem reinen Bewusstsein, und ist daher eins mit dem, der du bist.“

…eine von unendlich vielen wundervollen Stellen aus dem Buch ‚Eine Neue Erde‘ von Eckhart Tolle.

Die Freude am Sein – so schreibt Eckhart Tolle – ist nichts was man erreichen oder haben kann. Denn sie ist immer da. Sie wird nur überlagert von den vielen Formen, die unser Leben annehmen kann. Formen, die wir durch unser Denken und Handeln einzuordnen versuchen. Mal sind wir glücklich mit der Form, die unser Leben gerade einnimmt, mal regt sich aber auch Widerstand gegen das was geschieht. All das passiert auf der Ebene des Denkens, in der wir alles was um uns herum geschieht einzuordnen versuchen. Was geschieht entscheidet dabei über unser Glück wie auch unser Unglück. Dies ändert sich permanent, so dass wir auch permanent damit beschäftigt sind, unseren Platz neu zu definieren.

Ich denke, hier können wir uns alle wiederfinden. Läuft es im Job gut, haben wir vielleicht eine Beförderung bekommen, neue Kunden an Land gezogen… ist der Urlaub endlich gebucht, ein neues Auto – oder vielleicht auch nur ein neuer Pulli – gekauft… all dies lässt uns für einen Moment im Glück schwelgen. Doch meist ist dieses Glück nicht von langer Dauer, denn die nächsten Ereignisse stehen an. Vielleicht läuft es dann nicht mehr so rund im Job, das Auto muss in Reparatur, es gibt Krach mit dem Partner… und schwups sieht alles wieder ganz anders aus. Zumindest – ratter ratter ratter – in unseren Gedanken. Unsere Gedanken sind das Leben, dass wir zu haben glauben. Unser Glück – und somit auch wir selbst- ist dabei abhängig von den vielen Formen, die unser Leben einnimmt. Dabei ist die Form das vergänglichste überhaupt, sie ändert sich ständig.

Im Yoga – und vor allem auch in der Meditation – üben wir uns in den Pausen vom Denken. Wenn wir uns mit unserem Atem verbinden, öffnen wir uns für unseren inneren Raum und somit für das Leben das wir sind. Dieser innere Raum wird auch Bewusstsein oder Präsenz genannt. Hier zeigt sich uns das wahre Glück: die Freude am Sein. Je länger unsere Pausen werden, desto deutlicher können wir diese Freude wahrnehmen. Sie existiert nicht in den vielen Formen, die unser Leben annimmt und ist nicht über das Denken wahrnehmbar. Die wechselnden Formen unseres Lebens haben keine Macht auf sie, denn sie ist immer da. Wir müssen nur lernen, uns nicht von den Formen unseres Lebens – die über unser Glück und Unglück zu entscheiden scheinen – abhängig zu machen. Die Denkpausen, die wir im Yoga üben, werden sich auch im Alltag widerspiegeln und helfen uns hier, den gegenwärtigen Augenblick bedingungslos annehmen. Das Annehmen der Gegenwart wie sie ist, können wir bewusst unterstützen. Denn sobald wir Widerstand leisten, sind wir wieder im Denkprozess gefangen. Wenn wir dagegen annehmen was geschieht, werden wir nicht in die Dramen des Lebens hineingezogen, werden eins mit dem gegenwärtigen Augenblick. So kann der Lärm des Denkens aufhören und in der Stille eröffnet sich uns die höhere Vollkommenheit, die verborgene Harmonie des Lebens das wir sind.

 

Namaste und xx Eva

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