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Die Magie der Rauhnächte Rituale für die Zeit zwischen den Jahren

Die Magie der Rauhnächte

Die Magie der Rauhnächte. Rituale für die Zeit zwischen den Jahren. Die Rauhnächte werden auch als Zeit zwischen den Jahren bezeichnet. Es sind die zwölf Nächte zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Es ist eine Zeit der Besinnung. Durch Rückzug und Stille können wir wieder neue Kraft sammeln und – nach den aufregenden Weihnachtstagen – zu uns zurückfinden. Es ist eine Zeit für Reflexion und Neuausrichtung.

Wie es zu den Rauhnächten kommt? Die Rauhnächte beruhen auf einer alten Zeitrechnung, in der sowohl das Mond- als auch das Sonnenjahr berücksichtigt wurden. Ein Mondzyklus beginnt immer mit Neumond und besteht aus 29,53 Tagen. Das ist die Zeit, die der Mond braucht, um einmal die Erde zu umrunden. Das Mondjahr hat somit 354 Tage. Das Sonnenjahr besteht dagegen aus 365 Tagen. Es beginnt und endet mit der Wintersonnenwende. Somit ergibt sich zwischen Mond- und Sonnenjahr eine Differenz aus 11 Tagen und 12 Nächten. Das sind die Rauhnächte. Da sie die Differenz zwischen dem Sonnen- und dem Mondjahr bilden, werden sie auch gerne als Zeit zwischen den Jahren bezeichnet. Es ist ein magischer und mystischer Zeitraum, eine Zeit außerhalb der Zeitrechnung.

Ich habe viele verschiedene Bücher über die Rauhnächte gelesen. Es ist eine Zeit für Bräuche und Rituale, die uns dabei helfen, mit dem alten Jahr abzuschließen und sich auf das neue Jahr vorzubereiten. Da es kaum Niederschriebe gibt und die Rituale auch von Region zu Region anders gelebt werden, habe ich mir im Laufe der Jahre meine eigenen Rituale zusammengestellt. Diese möchte ich euch gerne vorstellen. Vielleicht habt ihr Lust, mitzumachen.

Die erste Rauhnacht (25. Dezember): In der ersten Rauhnacht lasse ich es langsam angehen. Ich werde mir bewusst, dass nun eine besondere Zeit beginnt und versuche die vorweihnachtliche Geschäftigkeit und Hektik loszulassen und meine Familie voll und ganz zu genießen. Handy und Rechner bleiben heute aus. Das ist somit noch ein digitaler Mini-Detox.

Die zweite Rauhnacht (26. Dezember): In der zweiten Rauhnacht geht es bei mir ums Ausmisten und Ordnung schaffen. Da dies ja noch einer der Weihnachtsfeiertage ist und das Ausmisten – zumindest bei mir – sich meist sehr zeitaufwändig gestaltet, beginne ich damit immer schon vorher, so dass ich Weihnachten mehr Zeit für die Familie habe. Ich schaue auch, dass ich vor den Rauhnächten alle meine Schulden beglichen und Ausgeliehenes zurückgegeben habe.

Die dritte Rauhnacht (27. Dezember): Wenn alles aufgeräumt ist, wird geräuchert. Bei uns in Neckargemünd kann man hierfür im Blumenladen Florale Art & Design Räucherbündel kaufen. Du kannst aber auch gängige Räuchermischungen nehmen und jedes Zimmer des Hauses, alle Ecken und Winkel ausräuchern. Beginne dabei ganz unten im Keller und arbeite dich dann der Reihe nach hoch bis unters Dach. Es gibt viele Bücher darüber, wie man so eine Räucherung genau durchführt. Ich finde die Bücher von Susanne Berk sehr gut. Doch meist mache ich mir nicht so viele Gedanken, ob ich das alles „korrekt“ mache. Ich gucke, was ich zum Räuchern da habe und gehe eher intuitiv dabei vor. Nach dem Räuchern warte ich eine Weile bevor ich alle Räume gut durchlüfte.

Die vierte Rauhnacht  (28. Dezember): Wenn Zuhause Ordnung und Klarheit herrscht, heißt es nun Zeit in der Natur zu verbringen, z. B. mit einem langen Spaziergang im Wald. Am besten alleine und schweigend. Das schafft Klarheit im Kopf.

Die fünfte Rauhnacht (29. Dezember): Es geht in großen Schritten aufs neue Jahr zu, die beste Gelegenheit also, einen Rückblick auf das vergangene Jahr zu ziehen. Was war besonders schön, was möchte ich mitnehmen ins neue Jahr? Und was möchte ich loslassen?

Die sechste Rauhnacht (30. Dezember): In der sechsten Rauchnacht mache ich mir Gedanken über das vergangene Jahr mit besonderem Fokus auf Beziehungen zu anderen Menschen. Was war besonders schön? Wem kann ich ein Dankeschön aussprechen? Und gibt es jemanden, dem ich noch verzeihen oder mit dem ich mich versöhnen sollte?

Die siebte Rauhnacht (31. Dezember): Die letzten beiden Tage standen ganz im Licht der Reflexion. Heute geht es darum, noch einmal darüber nachzudenken, was ich alles abschließen und loslassen möchte und dies auch schriftlich festzuhalten. Was kam mir hier in den letzten beiden Tagen in den Sinn? Das können Gedanken, Beziehungen oder auch Eigenschaften sein, die mich belasten und am Voranschreiten hindern. Ich schreibe mir alles in Stichworten auf Zettel und verbrenne diese in der Silvesternacht. Wir machen draußen gerne ein Feuer in einem Feuerkorb. Man kann sie jedoch auch im Kamin oder in einer feuerfesten Schale verbrennen. Dies ist ein symbolischer Akt, der einem das Loslassen leichter macht.

Die achte Rauhnacht (1. Januar): Silvesternächte sind meist etwas wilder. Es wird viel getrunken, lange gefeiert und viel gegessen. Der erste Tag des neuen Kalenderjahres beginnt für mich mit viel Ruhe, Pflege, gesundem Essen und Smoothies. Mein Highlight ist das Orakeln. Wie ich orakel? Das hört sich wilder an als es ist 😉 Ich habe mehrere Kartensets und lege die Karten für das neue Jahr.

Die neunte Rauhnacht (2. Januar): Die Orakelkarten haben bereits eine erste Ausrichtung für das neue Jahr gegeben. Ich bin immer wieder überrascht, dass die Karten die ich ziehe, auch wirklich meine aktuellen Themen beinhalten. Mit diesem Bewusstsein überlege ich mir meine Ziele für das neue Kalenderjahr. Meine Fragen hierzu sind: Was möchte ich mitnehmen aus dem alten Jahr? Wohin möchte ich mich entwickeln? Was sind meine genauen Ziele und was meine Wünsche für den nächsten Abschnitt? Wen möchte ich mitnehmen? Wen und was kann ich in Dankbarkeit loslassen?

Die zehnte Rauhnacht (3. Januar): Dankbarkeit ist auch das Leitwort für den kommenden Rauhnachtstag. Für was bin ich dankbar? Im Großen wie im Kleinen? Ich versuche an diesem Tag besonders achtsam zu sein und auch die kleinen Dinge wertzuschätzen, die einem im Trubel des Alltags oft gar nicht so bewusst sind.

Die elfte Rauhnacht (4. Januar): Heute schaue ich, dass ich mich und meine Lieben besonders verwöhne, nicht materiell sondern mit Aufmerksamkeit, Liebe und Pflege. Es ist ein Verwöhntag.

Die zwölfte Rauhnacht (5. Januar): Die Rauhnächte schließe ich mit einer besonderen Meditation ab. Ich mache gerne eine Lichtmeditation oder auch eine Metta-Meditation. Bis es soweit ist, stelle ich euch beide Meditationsformen noch auf meinem Blog vor.

Das waren meine persönlichen Rituale für die Rauhnächte. Die zwölf Rauhnächte stehen für die zwölf Monate des Jahres. Es heißt, dass was du in den Rauhnächten träumst, in den einzelnen Monaten des kommenden Jahres geschehen wird. Wenn du dich intensiv mit den Rauhnächten beschäftigst, wirst du auch deine Träume intensiver wahrnehmen und dich an sie erinnern können.

Ich wünsche dir jetzt schon eine schöne „Zeit zwischen den Jahren“. Es ist eine besondere Zeit, still und voller Magie. Vielleicht magst du das ein oder andere der oben genannten Rituale ausprobieren oder dir deine eigenen Rituale zum Übergang vom alten ins neue Jahr zusammenstellen. Du wirst auf jeden Fall davon profitieren.

xx Eva

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2 Comments

  • Reply
    Sabine Thelen
    19. Dezember 2016 at 5:12

    Wundervoller Artikel Eva!!!

    • Reply
      Eva
      19. Dezember 2016 at 7:28

      Danke dir, liebe Sabine 💛

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