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Die Schönheit des Imperfekten Oder warum ich auf Perfektion pfeife

Die Schönheit de Imperfekten

Die Schönheit des Imperfekten. Oder warum ich auf Perfektion pfeife. Eigentlich müsste ich schreiben, warum ich MITTLERWEILE auf Perfektion pfeife. Denn das war nicht immer so. Mit meinen Ansprüchen an mich selbst, habe ich mir lange Zeit das Leben unnötig schwer gemacht. Ich gehörTE (Vergangenheit!) nämlich zu den Typen, die alles perfekt haben wollen und dadurch nicht wirklich zu Potte kommen. Wenn ich etwas startete, dann konnte es Ewigkeiten dauern, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden und dann auch wirklich fertig war. Einige Pläne und Träume sind so im Sande verlaufen, bevor ich sie überhaupt in die Tat umsetzen konnte. Denn ich fand immer wieder etwas, das noch nicht 100%-ig stimmte. Irgendwann hat mich das selbst so genervt, dass ich mir gesagt habe: so kann es nicht weitergehen. Wenn ich so weitermache, dann werde ich ewig planen und nie etwas umsetzen geschweige denn auch einmal genießen können.

Natürlich finde ich es noch immer schön, wenn ich an etwas arbeite und es dann am Ende ein rundes Bild abgibt. Doch meine Ansprüche an mich und mein Schaffen haben sich verändert bzw. der Blickwinkel darauf hat sich verändert. Um hierhin zu gelangen, war für mich der Blick nach Außen ausschlaggebend. Ich habe mir folgende Frage gestellt: Was finde ich denn bei anderen interessant? Bei anderen fand ich es komischerweise nie störend, wenn etwas nicht perfekt ist. Ganz im Gegenteil. Ich fand und empfinde gerade die kleinen Eigenheiten, ja Besonderheiten als schön. Denn ist es nicht genau das, was uns menschlich und auch sympathisch macht? Unsere Arbeit lebt von unserem ganz persönlichen Stempel. Das heißt nicht, dass wir in unserer Arbeit 1000 Fehler verstecken müssen, damit sie interessant wird. Sie muss jedoch auch nicht wie aus der Fabrik wirken. Es ist schön, wenn man den Menschen hinter einer Arbeit erkennt. Perfektion ist langweilig. Es sind die kleinen Eigenheiten – und manchmal auch vermeintlichen „Fehler“ – die uns und unsere Arbeit interessant und zu etwas ganz Besonderem machen. Und wenn wir alle Standardware abliefern würden und standardmäßig aussehen würden, dann würde dem Leben viel Farbe genommen. Und wer definiert überhaupt, was perfekt ist? Ich finde, Vielfalt ist perfekt 🙂

In meinem Lieblingsland Japan gilt es sogar als Kunst, das Vollkommene im Unvollkommenen zu betrachten. Das wird Wabi-Sabi genannt. Klingt „perfekt“, oder? 😉

 

Und mit dieser Monatsmotivation wünsche ich euch eine perfekte unperfekte Woche und viel Mut, auch mal aus der Reihe zu tanzen!

 

Namasté und winterliche Grüße ❄️❄️❄️

eure Eva

 

… und jetzt klicke ich einfach auf Veröffentlichen 😉

… und ja, es gibt Berufe, da trifft das nicht ganz zu….

 

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