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Ernährung aus yogischer Sicht II Was essen denn Yogis?

Yogische Ernährung

Ernährung aus yogischer Sicht II. Was essen denn Yogis? Ernährung ist ein schwieriges Thema, denn es gibt so viele „Glaubens“richtungen zu diesem Thema. Ich habe Euch in meinem Beitrag Sind denn alle Yogis Veganer? bereits geschildert, wie das Thema Ernährung im Yoga gesehen wird. Kein Mensch ist wie der andere. Yoga ist ein Weg der eigenen Erfahrung und auch bezüglich Essen und Gesundheit muss jeder Yogi und jeder Mensch selbst schauen und erfahren, was ihm gut tut und was nicht. Der Yogaweg hilft dir, dich deiner immer mehr bewusst zu werden und zu erspüren, was dir gut tut und was auch nicht. Dabei spürst du vielleicht auch, dass deine Ernährung – seien es Lebensmittel aber auch Nahrung für den Geist wie Gespräche oder Bücher… – nicht allein Auswirkungen auf unseren physischen Körper haben sondern auch auf unseren Geist, unsere Emotionen und unsere Lebensenergie.

In diesem Sinne wird auch Ernährung in den alten yogischen Schriften betrachtet. Die yogische Ernährung soll dabei unseren physischen Körper nähren aber auch unsere geistige, physische und emotionale Energie reinigen und erhöhen. Yogische Ernährung ist dabei unkompliziert und entspricht ethischen Prinzipien.

Im Yoga wird Ernährung anhand der drei Gunas erklärt. Die drei Gunas dass sind die Eigenschaften der Natur, aus denen unsere Welt wie wir sie wahrnehmen, besteht. Die Gunas manifestieren sich dabei auf der physischen, der geistigen und der emotionalen Ebene. Alles in unserer Welt enthält die drei Gunas und sie existieren immer zusammen.

Die drei Gunas (Eigenschaften der Natur) heißen Sattwa, Rajas und Tamas.

Tamasige Ernährung: Tamas bedeutet Trägheit, Faulheit, Bindung an Täuschung. Tamasige Ernährung macht den Körper schwer und träge, kann ihn vergiften.

Beispiele für tamasige Ernährung sind:

  • Faule und unreife Nahrung
  • Fleisch und Fisch
  • Zwiebeln und Knoblauch
  • Tiefkühlkost, Konserven und Fertiggerichte
  • Alkohol, Tabak, Medikamente, Drogen
  • Auch zuviel Essen ist tamasig

Rajasige Ernährung: Rajas bedeutet Unruhe, Bewegung, Bindung an Aktivität. Rajasige Ernährung lässt uns unruhig werden und macht den Geist schwer kontrollierbar.

Beispiele für rajasige Ernährung sind:

  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Eier
  • scharfe Gewürze
  • Weißmehl
  • weißer Zucker
  • Auch zu schnelles essen, zu wenig kauen und ein zuviel an unterschiedlichen Zutaten ist rajasig

Sattwige Ernährung: Sattwa bedeutet Reinheit, Wahrheit, Bindung an Glück. Sattwige Ernährung bringt wertvolle Nährstoffe, ist leicht verdaulich und gibt so neue Energie, die uns unsere physischen, geistigen und spirituellen Fähigkeiten optimal nutzen lässt.

Beispiele für sattwige Ernährung sind:

  • Getreide aus vollem Korn
  • Hülsenfrüchte
  • Gemüse und Salat
  • Obst
  • Milch und Milchprodukte aus artgerechter Haltung

Und ihr ahnt es bestimmt, man soll sich natürlich überwiegend sattwisch ernähren.

Lies bitte unbedingt Ernährung aus yogischer Sicht I. Ich rate davon ab, auf irgendeinen „Glaubenszug “ aufzuspringen. Sehe es mehr als Anregung und experimentiere für dich, was dir gut tut und was auch nicht. Wenn du dabei regelmäßig Yoga praktizierst, wirst du deine innere Verbindung stärken und dein Körper beginnt dir wahrscheinlich von selbst zu signalisieren, was er braucht und was nicht. Wir sind alle so verschieden. Vertraue deinem Bauchgefühl.

 

Namasté, Eva xx

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2 Comments

  • Reply
    Anna
    30. Januar 2017 at 19:22

    Schöner Artikel, Eva! Danke dafür. Ich mag besonders die ayurvedische Gewürzlehre, die bereichert meine Küche ungemein,
    Liebe Grüße, Anna

    • Reply
      Eva
      30. Januar 2017 at 21:21

      Danke dir liebe Anna, ich habe auch einiges aus dem Ayurveda übernommen aber auch aus der TCM und viel eigenes 🙂 Ganz liebe Grüße, Eva

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