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Die Kraft deiner Gedanken Du bist was du denkst

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Die Kraft deiner Gedanken. Du bist was du denkst. Dies ist ein Thema, dass ich immer wieder aufgreife und auch schon mehrmals in meine Yogastunden eingebracht habe. Ich bin fest von der Kraft unserer Gedanken überzeugt. Es ist doch auch ganz logisch, dass wenn wir positive Gedanken pflegen, unsere Welt positiv erscheint. Und das gleiche gilt natürlich auch andersherum. Mich hat es deshalb sehr gefreut, kürzlich im Zeit Magazin einen Artikel zu diesem Thema gefunden zu haben. Hier wurde das Ganze nicht aus spiritueller Sicht sondern rein wissenschaftlich betrachtet. Im Artikel werden hierzu mehrere Wissenschaftler vorgestellt, die auf diesem Gebiet lehren und forschen. Von einer möchte ich heute berichten: Ellen Langer.

Ellen Langer ist Professorin für Psychologie an der berühmten Harvard Universität in den Vereinigten Staaten. Seit den 1980er-Jahren erforscht Ellen Langer wie sich unsere Gedanken auf unser Leben auswirken. Durch ihr Buch Mindfulness erlangte sie in den 80ern Popularität. Mindfulness bedeutet sensibel zu werden dafür, ob das, was ich über mich und die Welt denke, auch tatsächlich so ist. Dies untersucht und hinterfragt sie immer wieder in sehr spannenden Experimenten. So hat sie im Jahr 2007 untersucht, ob es sich positiv auf die Fitness von Zimmermädchen auswirkt, wenn man ihren Job zum sportlichen Training umdefiniert und ihnen dies auch so mitteilt. Bäder schrubben und Kissen aufschütteln wird somit zum täglichen Training an unkonventionellen Fitnessgeräten. Das Ergebnis finde ich erstaunlich: nach nur vier Wochen hatten die Testpersonen, deren Arbeit als tägliches Training deklariert wurde, durchschnittlich ein Kilo abgenommen. Und dies allein durch die veränderte Einstellung zu ihrer Arbeit. Die Kontrollgruppe blieb dagegen gleich schwer.

In einem weiteren schönen Experiment, dass im Artikel genannt wurde, lud sie mehrere ältere Herren um die 80 Jahre in ein ehemaliges Kloster in New Hampshire ein. Dort war alles so eingerichtet wie zu der Zeit als die Probanden 20 Jahre jünger waren. Es gab alte Bücher, alte Zeitschriften, alte Fernsehfilme… und es sollte bei Tisch über Themen von vor 20 Jahren diskutiert werden. Die Männer, die es eigentlich gewohnt waren, betreut und gepflegt zu werden, mussten zudem ihr Essen selbst zubereiten und auch den Abwasch erledigen. Nach nur einer Woche in „der alten Zeit“ lebend, schnitten sie in den Hör-, Seh- und Intelligenztests deutlich besser ab als die Kontrollgruppe. Und sie waren auch beweglicher geworden. Es schien, als wäre das Altern bloss eine Frage der eigenen Einstellung.

Bei den Experimenten wird grundsätzlich alles in Frage gestellt. Wer hat festgelegt, dass etwas so und nicht anders ist? Wer hat bewiesen, dass mit dem Alter das Sehvermögen sowie das Kurzzeitgedächtnis nachlassen? Kann es denn auch sein, das diese Schwächen daher rühren, dass alle Schwierigkeiten von älteren Menschen fern gehalten werden und sie somit kaum noch Erfolgserlebnisse haben? Ist der körperliche Verfall etwa – zum Teil – eine sich selbst erfüllende Prophezeiung?

Ich finde beide Experimente sehr originell. Es ist spannend zu lesen und sie zeigen uns, wie wir allein durch kleine Veränderungen unserer Einstellung viel bewirken können. Das kann jeder ganz einfach einmal ausprobieren.

Vielleicht ist diese Woche die Hausarbeit nicht anstrengend und lästige Pflicht. Du kannst den Fokus z.B. darauf setzen, wie alles glänzt und schön wird. Oder du sieht es als Karma Yoga (selbstlosen Dienst) an der eigenen Familie? Oder auch als Fitnesstraining?

Vielleicht ist das Kochen nicht anstrengend und es ist diese Woche nicht schwierig, die wöchentlichen Mahlzeiten zusammenzustellen bei den unterschiedlichen kulinarischen Vorlieben innerhalb der Familie. Du könntest dir sagen, dass du besonders gute Gerichte kochst, von denen Leib und Seele profitieren. Gerichte, mit denen du dir und deiner Familie etwas gutes tust, mit vielen Vitaminen und Nährstoffen und dies beim Essen auch so zelebrieren (das musst du ja nicht unbedingt deinen Familienmitgliedern so sagen).

Falls du keine Hausarbeit erledigen musst aber eventuell viel Emailanfragen bei der Arbeit hast. Vielleicht kannst du diese in der kommenden Woche besonders liebevoll gestalten, ein nettes Wort hinzufügen, neue Kontakte knüpfen oder dich auch einmal zu Themen abseits der Arbeit mit austauschen.

Oder was sind deine Themen, welche Pflichtaufgaben kannst du durch eine kleine Veränderung in der Einstellung positiv beeinflussen? Mir fallen gerade so viele Dinge ein, die ich ausprobieren könnte.

Ich wünsche euch eine tolle Woche. Meine hat heute besonders schön mit Outdooryoga gestartet. Ja, der Regen hat endlich nachgelassen und wir haben einen tollen Vormittag mit Yoga und anschließendem gemeinsamen Zusammensitzen auf dem Neckargemünder Campingplatz verbracht. Daher auch die späte Monday Motivation 🙂

Falls dich das Thema interessiert: Mehr zu Gedankenkraft findest du im Artikel Positives Denken im täglichen Leben.

Macht’s gut, xx Eva

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