Mit den Augen der Liebe

Mit den Augen der Liebe. Vom Umgang mit Ängsten und Zweifeln. Es gibt Phasen, da ist das Leben einfach wunderschön. Alles klappt wunderbar und wir fühlen uns glücklich und sicher in unserer Welt. Doch dann kommen urplötzlich Ängste und Zweifel zum Vorschein, die wir einfach nicht haben möchten. Sie lösen weitere Gefühle aus, von denen wir manchmal gar nicht wussten, dass wir derlei Emotionen in uns tragen. Keine Ahnung, wo sie herkommen. Manchmal klappt irgend etwas nicht so, wie wir es uns erhofft hatten. Oder eine andere Person triggert etwas in uns, obwohl wir dachten, dass wir da eigentlich voll drüberstehen.

Schnell schleicht sich dann noch der Gedanke ein: „Das geht bestimmt nur mir so. Alle anderen scheinen locker und zufrieden zu sein. Überall flutscht es.“ Doch wenn wir genau hinsehen oder auch hinhören, dann geht es uns allen so.

Wir alle haben Ängste und wir alle haben Zweifel. Wir alle werden immer wieder auf Situationen stoßen, die derlei Gefühle in uns wachrufen. Und wir alle werden immer wieder auf Menschen treffen, die etwas in uns triggern, das wir lieber im Verborgenen halten möchten.

Und das ist wunderbar. Ja, wirklich. Denn dies sind Momente, in denen wir viel über uns lernen können. Genau in diesen Situationen sollten wir uns nicht verschließen, sondern alle unsere Sinne weit öffnen und unsere gesamte Aufmerksamkeit darauf richten. Was ist das für ein Gefühl? Und warum kommt es in genau dieser Situation oder durch diesen Menschen zu mir?

Manchmal begegnen uns solche Triggermomente oder auch -personen, die ein ganz bestimmtes Gefühl in uns wachrufen, immer wieder auf unserem Lebensweg. Dann wird es höchste Zeit, endlich genauer hinzuschauen. Denn hier verstecken sich wichtige Lern- und vielleicht sogar Lebensaufgaben.

Angst und Zweifel, das sind natürlich keine schönen Gefühle. Doch wir können sie nicht einfach verneinen oder gar wegdrücken. Wir können jedoch genau hinsehen und beobachten, wann uns diese Gefühle überkommen. In welchen Situationen oder bei welchen Begegnungen. Was machen diese Gefühle mit uns und warum sind sie da? Sie haben einen ganz bestimmten Grund.

Wenn wir dies erkennen, können wir unseren Blickwinkel ändern. Das Gegenteil von Angst ist Liebe. Was würde passieren, wenn wir unsere Angst in genau diesem Moment durch Liebe ersetzen würden? Wie würde die Liebe sich in dieser Situation verhalten? Wie würde ich aus Liebe handeln? Wenn uns dieser Perspektivwechsel gelingt, können wir mutig und voll Vertrauen voranschreiten. Denn nichts ist bleibend, nichts ist unbeweglich.

Diese Gedanken habe ich mir letzte Woche nach einem Gespräch mit einer lieben Freundin gemacht.

Auch wenn die Sonne uns diese Woche mal wieder verlässt, zumindest hier bei uns im Süden, wünsche ich euch eine tolle Woche.

 

Namasté, eure Eva xx