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Sind denn alle Yogis Veganer? Ernährung aus yogischer Sicht - Part I

Sind denn alle Yogis Veganer?

Sind denn alle Yogis Veganer? Ernährung aus yogischer Sicht – Part I. Heute gibt es mal kein Montags Mantra sondern Motivation aus einem ganz anderen Bereich. Heute möchte ich mich dem Thema Ernährung widmen – natürlich hier bei Flow & Glow  – aus yogischer Sicht. Ich werde oft gefragt, warum ich mich vegan ernähre und ob das zum Yoga dazu gehört. Meine Yogaschüler fragen mich auch immer wieder, ob es so etwas wie eine „Yogaernährung“ gibt und ob ich dazu mal etwas erzählen könnte. Da die Zeit in den Stunden hierfür nicht reicht, widme ich mich diesem Thema nun hier auf dem Blog. Denn ich finde das Thema wichtig und spannend.

Ernährung, so habe ich das Gefühl, war noch nie so vielfältig und so stark im Fokus, wie sie heute ist. Es gibt immer mehr Inspiration aus anderen Ländern, anderen Kulturen oder auch Philospohien, es gibt ständig neue Trends und neue Erkenntnisse und so ist ein richtiger Hype um gute und gesunde Ernährung entstanden. Das ist zum einen sehr schön, denn unsere Ernährung hat eine große Auswirkung auf unser Wohlbefinden. Doch man ist auch schnell überfordert, ob der vielen Trends die alle Gutes versprechen. Da gibt es Veganismus, Vegetarismus, Superfood, grüne Smoothies, Clean Eating, Paleo, Eiweissdiät, Makrobiotik und vieles mehr… Hilfeeeeee!!!! Alle versprechen Gutes und man will natürlich nichts verpassen. Doch was ist nun wirklich das Beste?

Ich möchte hier kein Plädoyer für den Veganismus schreiben, auch wenn ich – für mich – voll und ganz dahinter stehe. Es gibt vielfältige Gründe, sich für eine vegane Ernährung zu entscheiden. Das können moralische und gesundheitliche Gründe sein (wie es bei den meisten Veganern bestimmt der Fall ist). Aber auch Gründe wie globale Gerechtigkeit und Umweltpolitik spielen für viele Veganer eine große Rolle. Das sind alles wichtige und berechtigte Entscheidungskriterien. Es sind jedoch alles Kriterien für eine Entscheidung  von „außen“.

Ich möchte diese Entscheidungsgründe nicht klein reden, denn sie sind auch für mich wichtig und richtig. Aber hier geht es um die Rolle von Yoga bei unserer Ernährung. Yoga macht in dieser Hinsicht keinerlei Vorschriften, denn Yoga ist nichts was von außen aufgestülpt wird, Yoga ist ein Weg der Erfahrung. Durch unsere Yogapraxis gehen wir auf unserem Weg vom Grobstofflichen immer mehr ins Feinstoffliche. Wir beginnen mit der Körperarbeit, mit den Asanas. So lernen wir unseren Körper immer besser kennen und auch kontrollieren. Dann erleben wir unseren Atem, machen Erfahrungen mit Energie und werden allmählich immer ruhiger, immer stiller. Es entsteht Konzentration und aus der Konzentration kommt es zu meditativen Momenten, zu Erfahrungen von Einheit. Das ist der Weg des Yogi vom Äußeren ins Innere, vom Grobstofflichen ins Feinstoffliche. Auf diesem Weg und über diese Erfahrungen, werde ich mir meiner immer mehr bewusst und spüre, was mir und meinem Körper gut tut. Vielleicht spüre ich, dass Ernährung nicht nur auf meinen physischen Körper wirkt, sondern auch auf meinen Geist, meine Gefühle und meine Lebensenergie. Wenn ich dies spüre, beginne ich mich bewusster zu ernähren, ändere eventuell meine Ernährungsgewohnheiten und streiche vielleicht auch das panierte Schweineschnitzel oder auch andere tierische Produkte von meinem Speiseplan. Vielleicht lasse ich aber auch Zigaretten oder Alkohol oder etwas ganz anderes weg. Nicht weil jemand sagt, dass das „nicht gut“ ist, sondern von innen heraus. Weil ICH spüre, dass mir das nicht gut tut.

Dieser Weg, der Weg des eigenen Erspührens, das ist Yoga. Was natürlich nicht heißt, dass man sich nicht auch aus anderen Gründen für den Veganismus entscheiden kann. Aber Yoga macht hier keinerlei Vorschriften. Als Antwort auf die einleitende Frage würde ich sagen: Nein, nicht alle Yogis sind Veganer. Man ist kein besserer oder schlechterer Yogi, nur weil man sich vegan ernährt oder auch nicht. Für den einen fühlt sich vegan gut an, für jemand anderes fühlt sich eine andere Ernährungsform richtig an. Vertraue deinem eigenen Weg.

Ich wünsche dir einen wunderschönen Tag!

Namasté, xx Eva

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