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YOGA

Sport und Yoga Was ist der Unterschied zwischen Sport und Yoga?

Sport und Yoga

Sport und Yoga. Was ist der Unterschied zwischen Sport und Yoga? Oder was macht Yoga zu Yoga? Wenn man sich die Fotos von Yogis und Yoginis in den wildesten Posen anschaut, kann man eigentlich keinen Unterschied erkennen zwischen sportlicher Betätigung und Yoga? Mein Mann nennt es manchmal Akrobatik. Doch irgend etwas muss doch anders sein oder warum zieht es immer mehr Menschen und auch immer mehr Profisportler hin zum Yoga?

Als gelegentliche Läuferin kann ich sagen: Nach einem langen Lauf im Wald fühle ich mich klasse und pudelwohl in und mit mir. Das Gefühl nach dem Laufen ist einfach gut. Meine Lungen fühlen sich frei an und ich bin glücklich. Doch was passiert beim Yoga, was der Sport nicht kann?

Zwei wichtige Elemente der yogischen Praxis sind das bewusste Wahrnehmen des Atems und die damit verbundene Konzentration. Natürlich kann ich Yoga auch sportlich angehen. Die amerikanische Yogalehrerin Ana T. Forrest hat in ihrem Buch „Fierce Medicine“ geschrieben, dass sie immer wieder Yogaschüler hat, die einfach nur einen knackigen Hintern möchten. Auch die unterrichtet sie gerne, so schreibt sie. Doch auch wenn man aus rein sportlichen oder auch körperlichen Gründen zum Yoga gekommen ist… irgendwann, wenn man alle gängigen Asanas (Yogastellungen) durch hat, merkt man doch, dass noch mehr dahinter steckt. Es ist ein tiefes Berührtsein, dass man vielleicht das erste Mal in der Endentspannung oder auch beim Pranayama (Atemübungen) wahrnehmen kann. Es ist ein „Ganz-bei-sich-ankommen“, wenn der Atem für eine Weile Körper und Geist miteinander verschmelzen lässt. Dies lässt die Hoffnung keimen, dass es mehr gibt zwischen Himmel und Erde als das, was wir uns vorstellen können.

Die körperlichen Yogaübungen gekoppelt an den Atem schulen dabei unsere Achtsamkeit, sowohl uns selbst als auch anderen gegenüber. Wir werden feinfühliger und offener für die Vorgänge in unserem eigenen Körper, für unsere Emotionen und auch unsere Gedanken. So bereiten wir uns über unsere körperliche Praxis darauf vor, uns achtsamer wahrzunehmen, körperlich wie auch geistig. Wir lernen, Dinge so anzunehmen, wie sie sind und auch so sein zu lassen wie sie sind. Dies lässt uns eine tiefe Entspanntheit und Freiheit spüren und bahnt den Weg für spirituelle Erfahrungen und spirituelles Wachstum.

Sport und Yoga

Auch immer mehr Sportler und Sportgrößen ergänzen ihr Training durch Yoga, allen voran die deutsche Fussball Nationalmannschaft, die seit vielen Jahren von Patrick Broome, einem der bekanntesten deutschen Yogalehrer, unterrichtet wird.

Ganz weltlich gesehen, bringt eine ergänzende Yogapraxis viele Vorteile für jeden Sportler:

  • Durch eine ausgewogene Yogastunde wird die ganze Muskulatur kräftiger
  • Der Körper wird flexibler und ist so besser vor Verletzungen geschützt
  • Körper und Geist sind entspannter und können schneller wieder zur Ruhe kommen und sich regenerieren
  • Körperspannung und -haltung verbessern sich
  • Es baut sich ein nicht gekanntes Körpergefühl auf
  • Die Konzentration wird geschult
  • Die Lungen werden gestärkt
  • Atem und Bewegung kommen in Harmonie
  • Man nimmt sich selbst nicht mehr so wichtig

Doch vor allem finde ich es wunderschön, dass eine regelmäßige Yogapraxis alle körperlichen und geistigen Hindernisse abbaut und somit den Raum zu unserem eigenen Potenzial öffnet. Im ersten Schritt ist dies erkennbar, dass durch kontinuierliches Üben Stellungen möglich werden, die man beim Start der eigen Praxis noch als unmöglich gehalten hätte. Irgendwann ist es einfach da. Und das „Einfach-da-sein“ springt bald über von den körperlichen Errungenschaften zu den geistigen. Es ist als würde Yoga den Raum öffnen für neue Kräfte und Erfahrungen.

Viel Spass euch auf und auch abseits der Matte 🙂

xx Eva

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