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Von äußerer und innerer Schönheit Wie Yoga auf unser Schönheitsempfinden Einfluss nehmen kann

Von äußerer und innerer Schönheit

Von äußerer und innerer Schönheit. Wie Yoga auf unser Schönheitsempfinden Einfluss nehmen kann. Zurzeit mache ich eine Instagram-Challenge der wundervollen Kea von Garnier mit und bei dieser Challenge geht es heute um das Thema ‚Schönheitsideale‘ und was sie für uns bedeuten. Also mache ich mir schon den ganzen Tag Gedanken darüber, was ich von solchen Idealen halte und da es nur so sprudelt in meinem Kopf, wollte ich hier mal all die vielen und wirren Gedanken etwas ordnen und festhalten.

Das Thema passt prima auf meinen Blog. Denn auch im Yoga ist die Schönheit eingezogen. Wenn du etwas gelten möchtest, braucht du das richtige Outfit und tolle Accessoires, du solltest in ein cooles Studio gehen, du musst die richtigen Posen beherrschen und dann am besten alles auf teuren Fotos vom Profi festhalten. Brauchst, sollst, musst… Willkommen im Hamsterrad der unaufhörlichen Gedanken. Ähm, irgendetwas stimmt hier doch nicht… War es nicht eigentlich dieses Gedankenkarussell, von dem wir uns durch unsere Yogapraxis verabschieden wollten?

Aber mal ganz von vorne. Die Frage meiner Challenge war, was ich von Schönheitsidealen halte. Schönheitsideale finde ich irreführend, denn sie lenken von wahrer Schönheit ab. Ideale stehen für einen Zustand der Vollkommenheit. Doch was bedeutet eigentlich vollkommen? Und wer legt das fest? Ist Kleidergröße 42 vollkommen? Oder 36? Große oder kleine Füße? Dunkle oder helle Haare? Grüne oder braune Augen? Große oder kleine Brüste? Was ist das Ideal? Und was wäre, wenn wir alle diesem Ideal entsprechen würden? Wir streben zwar oft nach einem Bild, das wir tagtäglich in den sozialen Medien oder auch in Zeitschriften propagiert sehen. Aber was wäre, wenn wir alle diesem Bild entsprechen würden? Wäre das dann auch noch schön? Oder wäre es super langweilig? Gäbe es dann neue Ideale?

Ich frage mich auch, warum es diese Ideale gibt. Ein Ideal zu erreichen, hat Ähnlichkeit damit, ein Ziel zu erreichen. Was ist das Ziel? Man könnte meinen, das Ziel heiße ‚Glück und Zufriedenheit‘. Doch sind wir denn unbedingt zufriedener, wenn wir einem äußeren Ideal entsprechen? Ich habe viele sehr hübsche Freundinnen und einige kommen dem in Zeitschriften propagierten Schönheitsideal verdammt nahe. Aber sie sind nicht unbedingt glücklicher als der Rest von uns. Äußere Schönheit heißt nicht, dass man sich auch wirklich schön findet. Verrückterweise finden auch die hübschesten Mädels noch etliche Makel an sich.

Wenn wir andere betrachten, sind wir dagegen viel weicher als mit uns selbst. Wenn bei meiner Freundin die Ohren abstehen, finde ich dies wahnsinnig schön und einzigartig. Wenn bei mir die Ohren abstehen, so empfinde ich dies als Makel. Dabei sind all die Dinge, die von der Norm abweichen genau das, was uns einzigartig macht, was – äußerlich betrachtet – die uns ureigene Schönheit ausmacht. Denn ist es nicht gerade die Vielfalt, die unsere Welt so schön und bunt macht? Und sind es nicht unsere Besonderheiten, die uns von der Masse abheben und uns somit ausmachen?

Ich würde mir wünschen, dass wir alle unsere Einzigartigkeit dankbar und mit Freude annehmen können. Denn sie macht uns zu etwas besonderem. Und all die Kraft und positive Energie, die wir aufbauen, indem wir uns annehmen wie wir sind, könnten wir für die schönen Dinge in unserem Leben verwenden. Wenn wir indes gegen uns ankämpfen, verschwenden wir kostbare Energie.

Aber wenn es nicht die äußeren Kennzeichen sind, was lässt uns dann unsere eigene Schönheit empfinden? Wenn ich vor dem Spiegel stehe und mich so betrachte, dann rattert es oftmals in meinem Kopf. Dann besuchen sie mich, all die von außen eingetrichterten Idealvorstellungen. Wenn ich dagegen auf meinem Yogakissen hocke und die Augen schließe, dann fühle ich mich schön. Ich mag das Gefühl, das dann entsteht. Das Gefühl, präsent zu sein. Alles ist an seinem Platz. Ich höre auf zu denken und bin einfach nur da, voller Bewusstsein. Die weichen und fließenden Bewegungen, die meinem Atem folgen, geben mir ein wunderbares Gefühl. Dann liebe ich diesen Körper, den ich mein Zuhause nennen darf. Ich spüre dann, dass Schönheit, wie auch Zufriedenheit, innere Wege sind und wir ganz nah dran sind, wenn nicht mittendrin. Das einzige was uns davon abhält, sind diese Stimmen im Kopf.

Was ich als Fazit daraus für mich selbst ziehe? Zum einen ist äußere Schönheit natürlich relativ. Es heißt ja nicht umsonst, dass Schönheit im Auge des Betrachters liegt. Doch für mich ist es gerade die Vielfältigkeit, die unsere Welt so schön und bunt werden lässt. Ich finde es klasse, wenn jemand Sport macht, auf seine Ernährung achtet und seinen Körper pflegt, um sich wohl zu fühlen. Aber auch, wenn jemandem das alles egal ist und er sich ohne all dies pudelwohl in seiner Haut fühlt, ist das in Ordnung. Es ist wundervoll, wenn ein Bewusstsein entsteht, wie man sich wohlfühlt im eigenen Körper. Und hier kann die Yogapraxis sehr hilfreich sein. Alles was aus einem inneren Gefühl entsteht, ist prima. Schade ist nur, wenn wir uns von unrealistischen Idealen beeindrucken lassen und dadurch Druck und Unzufriedenheit entsteht.

Darüber hinaus denke ich jedoch, dass Schönheit ein innerer Weg ist. Und unsere äußeren Merkmale spielen nur eine ganz kleine und untergeordnete Rolle in unserem persönlichen Empfinden und Erfahren unserer eigenen Schönheit.

Puh, so viele Gedanken zum Thema Schönheit… Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich mehr Fragen gestellt als beantwortet habe. Aber vielleicht regt dich das dazu an, dir dein eigenes Bild vom Schönsein zu machen. Was hältst du von Schönheitsidealen und was bedeutet Schönheit für dich?

 

Namasté und sonnige Grüße, Eva xx

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