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YOGA

Was bedeutet eigentlich das Chin Mudra? Die Geste des Bewusstseins

Mudras und ihre Bedeutung

Was bedeutet eigentlich das Chin Mudra? Die Geste des Bewusstseins. Das Sanskritwort ‚Mudra‘ bedeutet ‚innere Einstellung‘ und auch ‚Geste‘. Und als solche verändern Mudras etwas in uns. Sie ändern den Energiefluss in unserem Körper und führen dadurch zu einer Ausdehnung unseres Bewusstseins und vertiefen unsere Konzentration. Dabei wirkt ein Mudra immer auf unseren Körper, unseren Geist und auch auf unser Prana (unsere Energie). Um diese feinen Veränderungen jedoch wahrnehmen zu können, bedarf es etwas Übung, weshalb Mudras vor allem für geübte Yogis interessant sind.

Das Chin Mudra ist ein Mudra, das mit den Händen ausgeführt wird. Daumen- und Zeigefingerkuppen berühren sich, während die anderen drei Finger entspannt ausgestreckt werden (siehe Foto). Es ist eines der bekanntesten Mudras und wird – im Vergleich zu den meisten anderen Mudras – auch schon Yogaanfängern gelehrt. Es lenkt die nach außen strahlende Energie in den Körper zurück. In den Fingern befinden sich viele Nervenenden über die konstant Energie nach außen fließt. Durch die Verbindung von Daumen und Zeigefinger wird ein Kreislauf gebildet, der die Energie im Körper hält. Die Energie, die vom Gehirn in die Finger fließt, wird so direkt wieder zum Gehirn zurück geleitet. Dadurch erhöht sich das Prana (Energie) in uns und es verändert sich etwas in unserem Bewusstsein.

Das Wort Mudra bedeutet in Sanskrit ‚Geste‘ und das Wort Chin bedeutet ‚Bewusstsein‘ weshalb das Chin Mudra auch als ‚Geste des Bewusstseins‘ gilt. Es wird vor allem für die Meditation und auch für die Pranayamas (Atemübungen) genutzt.

Neben der energetischen hat diese Geste auch eine symbolische Wirkung. Die fünf Finger haben dabei folgende Bedeutung:

Daumen: Reines Bewusstsein, das Göttliche

Zeigefinger: das Ego oder auch individuelle Bewusstsein

Die anderen drei Finger stehen für die drei ‚Gunas‘, die Eigenschaften der Natur:

Mittelfinger: Tamas bzw. Trägheit

Ringfinger: Sattwa bzw. Reinheit und Harmonie

Kleiner Finger: Rajas bzw. Unruhe und Bewegung

Der Zeigefinger, unser Ego, neigt sich dem Daumen und somit dem Göttlichen zu und wendet sich von den drei Zuständen Tamas, Rajas und Sattwa ab. Unser individuelles Bewusstsein verneigt sich vor dem göttlichen Bewusstsein. Beide werden zu der Einheit, die sie in Wirklichkeit sind: reines Bewusstsein. Auch deshalb wird dieses Mudra ‚Geste des Bewusstseins‘ genannt.

Durch regelmäßiges Üben gewöhnt sich der Geist an ein Mudra und die Wahrnehmung wird immer feiner.

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Viel Freude beim Ausprobieren

Namasté eure Eva, x

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