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Who made my clothes? Es ist Fashion Revolution Week

Who made my clothes?

Who made my clothes? Es ist Fashion Revolution Week. Die Modeindustrie ist undurchsichtig, ausbeuterisch und schadet oftmals unserer Umwelt. Hier bedarf es dringend einer radikalen Veränderung und eines Umdenkens in unseren Köpfen. Viele von uns haben sich vielleicht noch nie die Frage gestellt, wer ihre Kleidung überhaupt herstellt. Wer hat die Baumwolle dazu angepflanzt, wer den Stoff gewebt, wer hat dann alles zusammen genäht und wie wurden die Sachen, die wir tragen zu uns geschifft? Die Fashion Revolution ist eine weltweite Bewegung, die die Modeindustrie transparenter machen möchte und zwar entlang der gesamten Wertschöpfungskette, vom Baumwollbauern bis zum Käufer eines Kleidungsstücks.

Die Fashion Revolution wird von vielen Firmen wie z.B. Armed Angels oder dem Avocadostore unterstützt. Haltet also Ausschau nach Firmen, die die Transparenz der Herstellungskette gewähren.

Es ist natürlich bequem, sich keine Gedanken darüber zu machen, welchen Weg unsere Kleidung schon zurückgelegt hat, bevor sie bei uns im Schrank landet. Ich glaube, niemand möchte, dass irgend jemand schaden an der Wahl unserer Modestatements nimmt. Keiner möchte, dass ein anderer Mensch oder auch unsere Erde darunter leidet, wenn wir uns eine Jeans über die Hüften streifen. Und genau hierfür gibt es die Fashion Revolution. Was die Fashion Revolution alles beinhaltet, das könnt ihr auf deren Website nachlesen: http://fashionrevolution.org/country/germany/. Dort ist die ganze Bewegung viel besser und auch ausführlicher beschrieben, als ich es hier kann.

Ich will euch jedoch auch etwas zum Nachdenken anregen. Denn ich mache mir selbst schon lange Gedanken darüber, was es bedeutet, wenn ich ein T-Shirt für 2,99 Euro trage. Für 2,99 Euro bekomme ich hier nicht einmal einen gescheiten Stoff in unserem hiesigen Stofflädchen. Was ist das also für ein Stoff und wer hat alles an der Herstellung meines T-Shirts mitgewirkt? Für diese 2,99 Euro muss ein Bauer Baumwolle angepflanzt haben, jemand hat diese Baumwolle geerntet, gereinigt und sie wurde zur Weiterverarbeitung wahrscheinlich schon zum ersten Mal verkauft. Sie wird dann in eine Spinnerei transportiert, wo sie nochmals gereinigt und dann sortiert wird. Nun wird die Baumwolle kardiert, gekämmt und nach einigen weiteren Arbeitsschritten entsteht das Baumwollgarn, das dann zu Stoff verwebt werden kann. Bis die Stoffbahn, aus der mein T-Shirt genäht wurde, also bei einem Näher landet, ist der Rohstoff schon durch viele Hände gegangen. Jetzt wird zusammengenäht, das gute Stück wird eventuell noch gebügelt, gefaltet und verpackt. Wahrscheinlich sind hier noch viel mehr Arbeitsschritte versteckt, das sind nur meine laienhaften Gedanken zum Herstellungsprozess. Dann wird es zu einem Händler transportiert. Wenn das Kleidungsstück von einem Näher in Indien zusammengenäht wurde, dann muss es die Reise mit dem Schiff zu mir nach Deutschland antreten. Das T-Shirt wird dann vom Hafen aus weiter in mein Land und meine Stadt transportiert. Es wird ausgepackt, in ein Regal gehängt und eine nette Verkäuferin berät mich eventuell noch beim Kauf der neuen Klamotte. All die vielen Hände, durch die mein T-Shirt auf dieser langen Reise gewandert ist, wollen an dem T-Shirt verdienen. Es müssen Transport und Lagerkosten, Raumieten und natürlich viele Arbeitskräfte gezahlt werden. Wenn ich jetzt aber nur 2,99 Euro für mein T-Shirt zahle, was wirklich sehr wenig ist, wer zahlt dann den Preis dafür? Irgend jemand der vielen Menschen in der Kette muss den Preis dafür zahlen, dass ich ein T-Shirt für diesen Spottpreis am Körper tragen kann. Lass das T-Shirt von mir aus auch 9,99 Euro kosten. Wenn es eine saubere Baumwolle sein soll und all die Menschen, die daran mitgewirkt haben, ordentlich „entlohnt“ werden sollen, ist dies immer noch ein sehr geringer Preis. Wenn ich nicht den Preis dafür zahle. Wer zahlt ihn dann?

Ich hoffe, dass wir uns alle viel öfter diese Frage stellen. Wer zahlt den Preis für unser Konsumverhalten? Müssen wir so viele Sachen haben? Ich bin der festen Überzeugung, dass wir mit weniger Kleidung im Schrank, die wir jedoch mit gutem Gewissen gekauft haben, glücklicher sind. Und wenn wir weniger Kleidung im Schrank haben, dafür aber Kleidung die uns ein gutes Gewissen haben lässt und die zu uns passt, dann sind wir auch nicht mehr ständig dazu versucht, Neues kaufen zu müssen. Ich habe meinen Kleiderschrank nach dem System meiner Bloggerfreundin Katharina von Modernslow ausgemistet und bin nun endlich richtig glücklich mit meiner Garderobe und habe seither auch kaum Neues nachgekauft. Schaut doch mal bei ihr vorbei und natürlich auch bei der Fashion Revolution.

Ich hoffe, ich habe euch etwas zum Nachdenken angeregt. Das war zumindest die Absicht 😉

Namasté und liebe Grüße, Eva xx

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2 Comments

  • Reply
    Stephanie Müller
    25. April 2017 at 17:16

    Liebe Eva,
    guter Beitrag, dazu empfehle ich auch den Artikel aus der aktuellen EMMA, die wie so oft schon lange dieses Thema publiziert.

    Liebe Grüße, Stephanie

    • Reply
      Eva
      25. April 2017 at 21:12

      Danke dir liebe Stephanie, den Artikel werde ich mir anschauen 🙂 Liebe Grüße, Eva

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