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Yamas und Niyamas heute leben
HAPPINESS YOGA

Die YAMAS und Niyamas heute leben – TEIL I

Wie du Yogaspirit in deinen Alltag bringst

Yamas und Niyamas heute leben

Es gibt eine Frage, die jeder Yogalehrer wahrscheinlich schon unzählige Male gestellt bekommen hat: „Praktizierst du denn wirklich täglich Yoga?“ So wirklich jeden Tag? Die Frage zielt meist auf das Üben von Asanas ab, vielleicht noch aufs Meditieren. Dabei ist Yoga nicht nur Asana, nicht nur körperliches Üben. Bevor wir mit den Asanas starten gilt es zunächst den Geist zu klären, um mit dem – durch die weiteren yogischen Praktiken – expandierenden Bewusstsein zurecht zu kommen.

Hierfür gibt es nach den Yoga Sutras (Patanjali) einen achtgliedrigen Pfad – der auch Ashtanga genannt wird. Die ersten beiden Stufen bilden dabei die Basis der Yogapraxis und gelten als ethische Grundregeln des Yoga. Sie stellen die Basis für den Yogaweg und auch dafür, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Was sind Yamas & Niyamas?

Die erste Stufe sind die YAMAS. Diese zeigen, wie wir Verantwortung im Umgang mit anderen übernehmen können.

Die zweite Stufe bilden die NIYAMAS, sie weisen auf, wie wir eigenverantwortlich mit uns selbst umgehen und ins Reine kommen können.

Yamas und Niyamas sind für mich die Basis für ein yogisch inspiriertes Leben. Und ja, ich praktiziere täglich Yoga, meist auch auf der Matte aber – was noch viel wichtiger ist – vor allem abseits der Matte. Ich genieße es, jeden Tag Schüler zu sein und immer neue Erfahrungen zu machen und dazu zu lernen.

Hier sind die 5 YAMAS und wie ich sie für mich interpretiere und lebe:

  • AHIMSA (Gewaltlosigkeit gegenüber sich selbst und allen Wesen): Ahimsa ist das stete Bemühen, sich selbst und andere nicht zu verletzen, weder mit Taten, noch Worten oder Gedanken. Dies setzt eine Bereitschaft zur Reflektion voraus. Was denke ich über mich? Wie stehe ich zu mir, zu meinem Körper? Was denke ich, wenn etwas einmal nicht so gut läuft? Aus unseren Gedanken werden unsere Worte? Wie spreche ich über mich und über andere? Und wie handle ich? Ein wichtiger Aspekt von Ahimsa ist für mich auch meine Ernährung? Wie kann ich mich “nähren“, so dass ich mir gut tue und anderen Lebewesen dabei nicht schade. Ahimsa ist dabei nicht nur Gewaltlosigkeit sondern liebevoll und achtsam mit mir und anderen umzugehen. Gut für mich und andere zu sorgen.
  • SATYA (Wahrhaftigkeit): Satya bedeutet für mich, meine eigene Wahrheit anzuerkennen, dazu zu stehen, wer ich bin und in dieser Wahrheit auch zu sprechen und zu handeln. Es ist Authentizität. Nur wenn ich ehrlich mit mir selbst bin und dies auch nach außen trage, ziehe ich die Dinge an, die gut und passend für mich sind.
  • ASTEYA (Nicht stehlen): Asteya bedeutet, nichts unrechtmäßig von anderen zu nehmen und sich auch nicht mit fremden Federn zu schmücken. Dies bezieht sich nicht nur auf  materielle bzw. greifbare Gegenstände sondern auch auf geistiges Eigentum oder auch Zeit. Für mich ist Asteya jedoch noch viel mehr. Es bedeutet für mich zu Geben: mehr zu geben als zu nehmen.
  • BRAHMACARYA (Enthaltsamkeit, Fokus auf das Wesentliche): Bei Brahmacarya wird oft von sexueller Enthaltsamkeit gesprochen. Dies ist ein Aspekt von Brahmacarya, der für die meisten von uns jedoch nicht so einfach umzusetzen sein wird.  Für mich bedeutet Brahmacarya  daher vielmehr Treue. Treue zu mir, Treue zu meinen Partner aber auch zu meiner Familie und Freunden. Wen lasse ich nah an mich heran? Wer oder was tut mir gut?
  • APARIGRAHA (Nicht begehren und nicht immer mehr haben wollen): Aparigraha ist die Abwesenheit des Verlangens zu besitzen. Hier kannst du dir die Fragen stellen: Was brauche ich wirklich, um glücklich und zufrieden zu sein? Und was – und auch wieviel davon – lenkt mich eher davon ab? Wenn wir uns in Besitztümer verstricken, verlieren wir oft den Blick für das Wesentliche. Statt glücklich zu sein und uns und das Leben zu genießen wollen wir immer mehr haben werden dann oft unglücklich damit. Denn alles was wir besitzen zerstreut uns und lenkt uns vom Wesentlichen ab.

Bist du schon mit den Yamas vertraut? Wenn ja, wie setzt du sie um? Ich bin gespannt…

Die NIYAMAS folgen in einem nächsten Beitrag.

xx eure Eva

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